Larnaka beschleunigt den Abriss einsturzgefährdeter Häuser nach einer Serie von Einstürzen
Die kommunale Selbstverwaltung des Bezirks Larnaka hat den Abriss einsturzgefährdeter Gebäude nach den jüngsten Einstürzen und einem Vorfall mit Todesfolge beschleunigt. In der Region wurden Dutzende potenziell gefährliche Bauten festgestellt, und den Eigentümern drohen wegen Untätigkeit Geldstrafen und Klagen.
Die Arbeiten begannen mit einem Haus, von dem am 25. Mai 2026 ein Teil eingestürzt war. Das Gebäude wurde in nur zwei Tagen abgetragen — vom 28. bis 29. Mai. Nach Angaben der Selbstverwaltung konnten die dort lebenden drei Frauen rechtzeitig evakuiert werden; Verletzte gab es keine.
In der kommenden Woche ist der Abriss eines weiteren Gebäudes im Stadtteil Sotiros geplant, dessen Dach am 21. Mai eingestürzt war, sowie eines benachbarten Hauses, das in den kommunalen Unterlagen nicht aufgeführt war und bei der visuellen Kontrolle zuvor nicht erkannt worden war. Nach der Aktualisierung des Registers sind bereits 25 Gebäude auf der Liste der gefährlichen Objekte verzeichnet.
Parallel dazu arbeitet die Organisation mit den Bewohnern anderer maroder Häuser. Im Stadtteil Faneromeni wurde am 20. Mai eine Mitteilung angebracht, wonach das Gebäude innerhalb von drei Tagen zu verlassen sei. Rund 40 Menschen sind bereits umgezogen, doch die Eigentümer haben bislang keine Maßnahmen zur Versiegelung des Objekts ergriffen. Die Selbstverwaltung erklärte, dass sie diese Schritte selbst vornehmen werde, und bereitet eine Klage vor, falls die Eigentümer weiterhin ihren Pflichten nicht nachkommen.
Weitere Mitteilungen wurden an die Eigentümer eines Gebäudes im Stadtteil Chrysopolitissa gesendet, dessen Bewohner vorerst nicht ausgewiesen werden, denen aber eine Frist von einer Woche zur Beseitigung der Sicherheitsgefahren gesetzt wurde. Vier weitere Häuser werden in Kürze ähnliche Anordnungen erhalten.
Ein Faktor, der die Maßnahmen beschleunigt hat, war ein tragischer Vorfall: Am 27. Mai sprangen bei einer Kontrolle der Einwanderungsdienste drei ausländische Staatsbürger von einem Balkon eines maroden Gebäudes. Einer von ihnen, ein 34-jähriger Mann aus dem Kongo, kam ums Leben.
Die kommunale Selbstverwaltung betont, dass die Verantwortung für den Zustand von Immobilien bei den Eigentümern liegt. Die Organisation prüft administrative Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro und erklärt, in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, der Feuerwehr und den Gemeinden zu handeln, um weitere Risiken für die öffentliche Sicherheit zu verhindern.
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